Krieg und schlimme Zeiten im Dorf

Wie fängt man eine Seite an, die von Schlimmen und Negativen handelt? Vielleicht eine Anekdote von vor ca. 125 Jahren. Damals ereignete sich in Hochdorf folgendes: Der damalige Trompeter des Musikvereins, Heinrich Kümmerle, blies unerlaubt bei einem gerade stattfindenden großen Manöver (Kaisermanöver) aus dem Speicherfenster das Signal „Das Ganze Halt!“. Alle blieben stehen und das verursachte ein Riesen-Chaos und in der Folge den Abbruch des Manövers. Das war ein mutiges Beispiel, seine Meinung zu Militär und Krieg auszudrücken.

Aber leider gab es dennoch Kriege. In den letzten 125 Jahren sind den 1. und 2. Weltkrieg eindeutig die schlimmsten Zeiten. Für die gesamte Bevölkerung gehörte Krieg zur Normalität des Lebens: “Kriege hat es immer gegeben und wird es immer geben”. Der strikte Glaube an Gott und Kirche verbunden mit dem Obrigkeitsdenken der Bevölkerung machte es leicht, Menschen in den Krieg zu schicken. Es gab kein whatsapp oder andere social media. Obwohl: stimmt nicht. Alles war halt analog. Die Kirche oder zumindest die Gläubigen haben Kettenbriefe im Schneeball-System versandt. Der Kettenbrief ist ein Beispiel aus Hochdorf aus dem Jahr 1914. Vielleicht ist das auch heute gar nicht so anders.

Die beiden großen Kriege haben tiefe Spuren hinterlassen. Die eindrucksvollen Erzählungen dazu kannst Du hier nachlesen.

Die letzten fast 80 Jahre Frieden sind in der Menschheitsgeschichte eine große Ausnahme. Wir können uns darüber freuen und im Gedenken an die Aktion des Heinrich Kümmerle alles tun, dass es auch in den nächsten 80 Jahren oder länger so bleibt.

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